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WAS IST MUSKELDYSTROPHIE?                                                                                     
  
 
Muskeldystrophien werden in verschiedenen Formen klassifiziert. Sie sind eine Gruppe von Erkrankungen die auf einen Gendefekt beruhen und mit fortschreitendem Untergang der Skelettmuskulatur einhergehen. Der Körper versucht darauf eine Kompensation durch verstärkten Aufbau von Fett -  und Bindegewebe.Der Beginn dieser Behinderung ist zumeist mehr schleichend.  Oft kann man beobachten, das die Muskelschwäche besonders im
Bereich des  Beckengürtels beginnt. Anzeichen dafür sind Schwierigkeiten beimTreppensteigen und ein watschelnder Gang und häufiges Stürzen.Nachfolgend sind einige  Formen der Muskeldystrophie genannt.
 
 
 TYP DUCHENNE
  
 
Dieser Typ ist X - Chromosomal - rezessiv und ans  männliche Geschlecht gebunden. Die Häufigkeit der Erkrankung liegt bei 1:3000  männliche Neugeborenen. Der Beginn liegt im Beckengürtel, die Betroffenen haben  Schwierigkeiten beim Aufrichten des
Körpers. Sie klettern im Prinzip an sich  selbst hoch, indem sie sich mit den Händen an den Knien abstützten und sich so  aufrichten. Zwischen dem 8. und 15. Lebensjahr tritt die Gehunfähigkeit ein, ein Rollstuhl wird entsprechend nötig. Eine Beteiligung des Herzmuskels tritt meist  im späteren Stadium auf und ist damit neben der muskelschwächebedingten Atemschwäche eine häufige Todesursache. Bei etwa einem Drittel der Patienten ist die geistige Leistung vermindert. Die Lebenserwartung im allgemeinen zwischen  dem 15. und dem 30. Lebensjahr.
 
 
 Typ Becker 
 
Die Symptome treten zwischen dem 3. und 25. Lebensjahr auf. Die Häufigkeit bei männlichen Neugeborenen wird mit etwa 1:20000. Die Symptome ähneln des Typus Duchenne. Der Verlauf der Erkrankung scheint langsamer zu sein. Bei den Betroffenen tritt die Gehunfähigkeit meist erst nach dem 30. - 50. Lebensjahr ein. Sie werden meist über 40 Jahre alt, jedoch ist die
Lebenserwartung geringer als normal.
 
 
 Gliedergürteldystrophie  
 
Diese Form ist autosomal - rezessiv vererbbar. Der Beginn ist innerhalb der ersten vier Lebensjahrzehnte. Sie ist nicht geschlechtsgebunden und kommt bei etwa 1:30000 Neugeborenen vor. Es ist zunächst primär der Schulter - oder Beckengürtelbereich befallen. Im wesentlichen ähnelt auch hier wieder die Symptomatik der Duchenne-Form, jedoch ohne
Herzmuskelbeteiligung. Die Krankheit verläuft in ihrem Fortschritt langsam, die Lebens
Erwartung ist reduziert.